Welche Rolle spielt der Begleiter?

psychop_480Der Begleiter steht in einem Amt und dient dem Erlebenden auf seinem individuellen Entwicklungsweg.

Er übernimmt keine Verantwortung für die Symptome des Menschen, sondern ist stets bemüht, das der Mensch wieder in die Eigenverantwortung tritt und er im laufe seiner Arbeit seine bisherigen Projektionsflächen verringert, anstatt neue zu schaffen.

Er zwingt dem Erlebenden keine Ansichten, Meinungen oder Deutungen auf und macht ihm keine Heilsversprechen.

Er schafft dem Erlebenden einen wertfreien, neutralen Raum, in welchem ihm die Möglichkeit gegeben wird abgespaltene Teilaspekte seiner Persönlichkeit sichtbar werden zu lassen.

In diesem Raum kann der Begleiter nun zur Fackel in der Hand des Erlebenden werden, um Licht auf die abgesonderten, verdrängten Bewusstseinsanteile zu werfen, welche vorher im Dunkeln lagen.

Durch die Beleuchtung dieser Teilaspekte besteht nun die Möglichkeit, dass der Erlebende diese Aspekte selber erkennt und sie in sein Bewusstsein übernommen werden können.

Dieser Schritt kann dazu führen, dass durch die Sichtbarmachung und Verantwortungsübernahme das Auftreten von Symptomen überflüssig wird. Zumindest aber sollte es den Menschen ein Stück „Heiler“ b.z.w. „Ganzer“ im Sinne der Vollkommenheit machen und ihn der „Rückbindung an die Einheit“ (religio) ein Stück näher bringen.

Somit hat der Begleiter eine Ähnlichkeit zur Person des Pontifex (Brückenbauer), welcher dem Menschen eine Brücke b.z.w.Verbindung zwischen dem Oben & Unten, dem Unbewussten & Bewussten oder dem Irdischen und Göttlichen baut, aber ihm nicht den Weg als solchen abnimmt.

 

Wo führt mich dieser Weg hin?

 

Das Ziel