Schattenintegration

Was soll dieser Vorgang für eine Wirkung haben?


Wenn der Mensch ein „fehlendes“ Prinzip wieder in sein Bewusstsein integriert, dann kann der stoffliche Repräsentant (das Symptom) dadurch überflüssig gemacht werden (erlöst). 

Diese „Erlösungsidee“ finden wir auch in der homöopathischen Vorgehensweise: Das körperliche Symptom ist Ausdruck eines gestürzten Prinzips, welches dem Menschen im Bewusstsein fehlt und ihm in Form der potenzierten ( erlösten ) Arznei wiedergegeben wird. Hat der Homöopath das „fehlende“ Prinzip gefunden wird das stoffliche Symptom überflüssig.

Wie kann das ermöglicht werden ?


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Die Vorgehensweise ist eine Erweiterung des Katathymen Bilderlebens von Hanscarl Leuner und findet ihre Wurzeln in den antiken Mysterientraditionen. Das „Bildern“ spielt sich allerdings nicht nur auf einer symbolischen Ebene ab (Haus, Wiese, Berg…), sondern der Mensch wird „Realsituationen“ verwickelt, welche das Erleben enorm intensivieren.

 

Was ist das innere Bilderleben ?


Bilder, Gleichnisse und Symbole sind die Muttersprache der Seele. Die Arbeitsebene bei der Schattenintegration ist die innere Bilderwelt des Menschen. Was ich hier mit dem Begriff "Bilder" meine ist nicht zwingend vergleichbar mit dem passiven betrachten eines Kinofilms. Jeder Mensch hat seine eigene Art der inneren Kommunikation, welche bei dem einen sehr plastisch, bei dem anderen nur in Form von Gedanken oder Gefühlen auftritt.

Testen Sie es einmal selbst...

"Nehmen Sie sich einen kurzen Moment und schliessen Sie die Augen...Atmen Sie dreimal tief Ein und Aus...und nun lassen Sie eine Rose vor Ihrem inneren Auge auftauchen..."

Und,....wie offenbaren sich Ihnen die inneren Bilder?
Welche Farbe hatte Ihre Rose? 
Hatte Sie einen Stiel?
War der Stiel mit Dornen besetzt?
War die Rose vielleicht so plastisch, dass sie sogar an ihrem Duft teilhaben durften, oder haben Sie an eine Situation gedacht, in welcher Sie Rosen verschenkt oder bekommen haben? Vielleicht spürten Sie auch nur den kurzen Stich beim Kontakt mit den Dornen. Ganz gleich was oder wie es geschah, es wird  jedenfalls etwas mit einer Rose zu tun gehabt, oder?


Dieses innere Erlebnis wird nun in der Praxis einfach ausgesprochen, ohne logisch darüber nachzudenken.

Wie gelangt man dadurch an "fehlende" Prinzipien ?


Die inneren Bilder sind ein analoger Spiegel der äußeren Begebenheiten (wie Innen, so Außen). Der Mensch wird in seinen Bildern anfangs auch das Spiel der „Projektion von Schuld“ spielen. Dadurch begegnet er in seinen Bildern den gleichen „Bösewichten“ wie in seiner „realen Umwelt“. Diese „Bösewichte“ sind Repräsentanten des „Schattens“, mit welchen er sich nicht identifiziert (Träger des fehlenden Prinzips). An diesem Punkt werden die „projezierten Träger des fehlenden Prinzips“ sichtbar.

Analogie:

Der Homöopath hat das Simile gefunden, aber es ist noch nicht erlöst / potenziert . Der Mensch durchlebt ab jetzt die Rollen dieser Schattenrepräsentanten in der Ich – Identifikation, wodurch sich seine Wertung (diese Arschlöcher) enorm verändern kann. Dadurch wird eine Möglichkeit erschaffen, diese Bereiche zu durchleben und zu durchlieben.

Die Liebe,...

ist das stärkste Mittel der „Gegensatzvereinigung“ , welche aber therapeutisch nicht erzwingbar ist und vom Menschen aus freien Stücken vollzogen werden muss. 

(Matth. 5, 44 - "liebet Eure Feinde…" - "den Schatten")

  

„Einen Menschen seinen Schatten gegenüberstellen heisst, ihm auch sein Licht zu zeigen...Er weiss, dass dunkel und hell die Welt ausmachen...Wer zugleich seine Schatten und sein Licht wahrnimmt, sieht sich von zwei Seiten, und damit kommt er in die Mitte."
(C.G. Jung)

 


Was es mit der Bezeichnung Schattenintegration auf sich hat, werde ich Ihnen im folgenden Teil erläutern.

 

Die Methodik